Gießsäcke und Gießringe gehören inzwischen zum Standard bei der Stadtbaum-Pflege. Sie sind günstig, schnell angebracht und geben Wasser langsam ab, statt es oberflächlich abfließen zu lassen. Als Soforthilfe in Hitzeperioden sind sie sinnvoll. Als dauerhafte Lösung stoßen sie aber an eine physikalische Grenze – und die hat mit der Wurzel zu tun.

Was Gießsäcke leisten – und was nicht

Ein Gießsack fasst je nach Modell etwa 60 bis 75 Liter und gibt sie über mehrere Stunden an den Wurzelbereich ab.[1] Das ist deutlich effektiver als die Gießkanne, bei der viel Wasser oberflächlich abläuft oder verdunstet. Der Haken liegt woanders: Das Wasser bleibt im oberen Bodenbereich. Genau dort bildet der Baum dann auch seine Wurzeln aus.

Das Grundproblem: die Wurzel bleibt oben

Bäume wurzeln dort, wo sie zuverlässig Wasser finden. Wird regelmäßig oberflächennah bewässert, bleibt die Wurzel flach. Das funktioniert – solange gefüllt wird. Sobald die Bewässerung aussetzt oder eine lange Hitzeperiode kommt, trocknet die obere Schicht schnell aus, und der Baum steht ohne Reserve da. Fachleute weisen zudem darauf hin, dass sich Bäume an häufige kleine Wassergaben gewöhnen und dadurch empfindlicher werden, wenn die Bewässerung reduziert wird.[2]

Wiederkehrende Kosten statt einmaliger Maßnahme

Für Kommunen und GaLaBau-Betriebe bedeutet die oberflächliche Bewässerung eine dauerhafte Aufgabe: befüllen, kontrollieren, in Trockenperioden mehrmals pro Woche. Der Wasserbedarf ist erheblich – Forschende der Universität Freiburg nennen für Straßenbäume mindestens rund 50 Liter pro Woche, in heißen Sommern mehr.[3] Solange die Wurzel flach bleibt, wiederholt sich dieser Aufwand Jahr für Jahr.

Die Alternative: die Wurzel nach unten lenken

Der grundsätzlich andere Ansatz besteht nicht darin, oben noch mehr zu gießen, sondern die Wurzel dazu zu bringen, tiefere, dauerhaft feuchte Bodenschichten zu erreichen. Genau hier setzt das ArboVita Tiefensubstrat an: Es wird bei der Pflanzung in Bohrlöcher bis 80–150 cm Tiefe eingebracht, speichert Wasser in der Tiefe und lockt die Wurzel aktiv nach unten. Einmal etabliert, versorgt sich der Baum dort weitgehend selbst.

Gießsack und Tiefensubstrat sind dabei kein Widerspruch: In der Anwuchsphase ergänzen sie sich. Der Unterschied ist das Ziel – der Gießsack überbrückt, das Tiefensubstrat macht den Baum langfristig unabhängiger.

Quellen

  1. Rettet unsere Bäume / Berliner Gießsack-Initiativen: Fassungsvermögen und Funktionsweise von Bewässerungssäcken. rettetunserebaeume.de
  2. Fachratgeber Baumbewässerung: Risiko der Gewöhnung an häufige kleine Wassergaben. Garten-Wissen / baumbad.
  3. Silva, R. / Bauhus, J., Universität Freiburg (FRIAS / Young Academy for Sustainability Research): Wasserbedarf von Straßenbäumen. Universität Freiburg

Angaben zu Prüfwerten und Konformität des ArboVita Tiefensubstrats: unabhängiger Laborprüfbericht nach DIN EN 13041; DüMV; EBC-Agro. Prüfunterlagen auf Anfrage für Fachpartner.

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